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Von Siegern lernen: Julia, Jugendmeisterin der Köche 2017

Im vergangenen Jahr setzte sich Julia Tischer, die damalige Köchin vom Engel Obertal Wellness & Genuss Resort in Baiersbronn-Obertal, gegen 16 Konkurrenten beim Bundeswettbewerb in Berlin durch. Danny von Onepot hat nachgefragt, was der Erfolg bei den Deutschen Jugendmeisterschaften in den gastgewerblichen Ausbildungsberufen mit Julia gemacht hat.

Welche Erinnerungen verbindest du mit dem Triumph in Berlin?

„Das ist keine einfache Frage. Vorfreude und Druck, den ich mir auch selbst gemacht habe. Denn ich wollte es ja so gut wie möglich machen. Natürlich Freude, Glück und Stolz als wir es als Team Baden-Württemberg gut über die Bühne gebracht haben. Aber wir hatten auch außerhalb vom Wettbewerb eine tolle Zeit, waren abends mit unseren Familien im KaDeWe essen und haben eine Sponsoren-Feier besucht.“

Wann hast du geahnt, dass du als Gewinnerin nach Hause fährst?

„Erst als sie meinen Namen gesagt haben. Gehofft habe ich es natürlich schon vorher, aber bei so vielen guten Teilnehmern – immerhin vertritt jeder sein Bundesland – ist es echt schwer, einzuschätzen, wo man steht. Im Wettbewerb war ich auch viel zu sehr auf mich und meine Aufgabe fokussiert, als dass ich bei den anderen hätte schauen können.“

Was hat dir der Sieg gebracht?

„Mir persönlich: Stolz. Und Anerkennung. So ein Sieg öffnet viele Türen, wenn man möchte, und man lernt sehr viele interessante und nette Menschen kennen. Ich habe auch eine für mich schon überwältigende mediale Aufmerksamkeit bekommen, so dass viele Menschen davon erfahren.“

Was empfiehlst du den Teilnehmern 2018?

„Auch wenn es schwer fällt: ruhig bleiben und sich nicht verrückt machen lassen. Viele meinen es gar nicht mal so, aber es wird von außen doch ein gewisser Druck aufgebaut. Den darf man nicht zu sehr an sich heranlassen. Das Beste geben und am Ende zufrieden mit sich und seiner Leistung sein. Und ganz wichtig: Immer nett und freundlich zu den anderen Teilnehmern und den Prüfern sein. Sympathie bringt uns immer weiter, nicht nur in einem Wettbewerb.“

Was machst du heute?

„Aktuell bin ich nicht mehr in der Küche, sondern im Büro tätig. Ich arbeite im Europa Park in einem kleinen Team für das Sales Marketing im Bereich Logis. Wir sind für das Marketing aller fünf, bald sechs Hotels und des Camp Resorts zuständig. Es klingt im ersten Moment vielleicht ein wenig abwegig, nachdem man einen solchen Wettbewerb gewonnen hat, etwas komplett anderes zu machen. Aber ich habe ein großes Ziel: Ich möchte das Hotel meiner Eltern übernehmen. Bis dahin habe ich noch einen weiten Weg vor mir, aber ich möchte mich so gut es geht darauf vorbereiten. Dafür ist die Stelle im Europa Park derzeit perfekt.“

 

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