PRO & CONTRA

GLUTENFREI LEBEN AUS ÜBERZEUGUNG

Jeden Tag Bauchschmerzen, Unwohlsein, Lustlosigkeit und Kopfschmerzen… Wer so wie ich Probleme mit Gluten hat, kennt das nur zu gut. Daher ist der Trend, glutenfrei zu leben, ein willkommenes Geschenk für Menschen wie mich. Über 6 Jahre habe ich mich immer wieder mit den genannten Symptomen gequält. Freunde zu treffen war plötzlich eine Herausforderung. Sport war oftmals nicht mehr drin. Die Ärzte haben nichts gefunden. Langsam habe ich wirklich an meiner eigenen Wahrnehmung gezweifelt. Aber mein dicker Bauch – wie im fünften Monat schwanger – sprach Bände.

Dann hat mich meine Schwester darauf angesprochen und meinte, ob die Ärzte auf eine Glutenunverträglichkeit getestet hätten. Hatten sie nicht. Von da an versuchte ich es einfach mal, ein paar Wochen auf Gluten zu verzichten und siehe da, mir ging es sehr schnell besser. Natürlich habe ich das beim Gastroenterologen abklären lassen. Zöliakie konnte bei mir jedoch nicht festgestellt werden – zum Glück. Ich bekam den Rat, mich weiterhin glutenfrei zu ernähren.

Immer mehr Blogger und Influencer der Food-Szene erobern die Herzen all derjenigen, die sich bewusst ernähren möchten. Sei es Ella Woodward mit ihrem Blog „Deliciously Ella“, die im August bereits ihr fünftes Buch veröffentlicht und sogar ihre eigenen Filialen an den Markt gebracht hat oder Nathalie Gleitman mit ihrem Blog „Nathalie’s Cuisine“, sie sind für mich eine riesige Inspiration. Durch ein glutenfreies Leben habe ich zudem eine neue Vielfalt beim Essen kennengelernt. So greife ich beim Backen nicht zu Weizen- oder Dinkelmehl, sondern verwende Pseudo-Getreide wie Buchweizen und Quinoa. Hirse, Amaranth und Kokosmehl rücken plötzlich in den Vordergrund. Haferflocken kann ich mir beim Frühstück überhaupt nicht mehr wegdenken. Dadurch habe ich meine Leidenschaft für das Kochen und Backen neu entdeckt.

Ein Pluspunkt: Chemische Zusatzstoffe und Zucker in Fertigwaren aus dem Supermarkt kann ich so vermeiden. Zusätzlich schont es meinen Geldbeutel, da glutenfreie Fertigwaren überteuert sind. Außerdem kann ich von Glück sprechen, dass immer mehr Restaurants und Cafés auf glutenfreie Alternativen umstellen.

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