PRO & CONTRA

SHARING-PRINZIP IM RESTAURANT – GETEILTE FREUDE IST DOPPELTE FREUDE

Warum habe ich im Restaurant immer so viel mehr Lust auf das Essen, das den anderen gebracht wird, als auf mein eigenes? Hätte ich doch etwas anderes nehmen sollen? Ich bin mir sicher, dass sich jeder schon einmal diese Frage gestellt hat. Da liegt ein Gedanke nicht weit: viel bestellen und von allem etwas probieren.

Und dieses Konzept haben sich einige Restaurants auf die Fahne geschrieben: das Sharing-Prinzip. In Thailand oder China ist es traditionell üblich, alle Gerichte gleichzeitig zu servieren, von denen sich jeder am Tisch bedient. Auch die Tapas-Kultur Spaniens lebt davon, dass viele kleine Gerichte aufgetischt und gemeinsam verspeist werden. Sharing – auch im Restaurant – kurbelt Kommunikation und Interaktion an und bricht die Steifheit auf. Dass das sogar im Fine-Dining-Bereich funktioniert, zeigt Andreas Caminada mit seinem Restaurant Igniv, das sowohl in Bad Ragaz als auch in St. Moritz zu finden ist. Beide Restaurants tragen einen Michelin-Stern.

Auch für die Gastronomen kann dieses Prinzip gewinnbringend sein, denn sind die Hemmungen bei Tisch erst einmal von guter Stimmung hinweggefegt, ordert man vielleicht ungezügelt nach und probiert auch eher mal etwas aus. Über den eigenen Appetit wundern sich die Gäste erst bei der Rechnung.

Es sollte nur darauf geachtet werden, dass die Restaurantbesucher genug Flexibilität haben, sich alles individuell zusammenstellen zu können. Es sollten genügend vegetarische und auch vegane Köstlichkeiten angeboten werden und natürlich ist ein appetitliches Anrichten unverzichtbar. Hier kann alles hergenommen werden, was hübsch aussieht und lebensmittelecht ist: Körbchen, Schälchen, Etageren und was sonst gefällt.

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