TRENDS

KRABBELTIERE AUF DEM TELLER

Immer mehr Restaurants setzen essbare Krabbeltiere auf die Karte. Das Angebot ist vielseitig. Allein bei dem Gedanken Würmer, Heuschrecke und Co. zu verspeisen packt aber so manchen Gast der nackte Ekel. In Deutschland sind Insekten als Nahrungsquelle noch nicht in der breiten Masse angekommen.

Doch immer mehr Gastronomen entdecken das Krabbelgetier für sich und ihr Konzept. So auch die Macher von Salt & Silver in Hamburg.  Hier stehen als Snack Chápulines – frittierte Heuschrecken mit Chillisalz – für 4 Euro pro Portion auf der Karte. Beim persönlichen Test vor Ort erinnern sie geschmacklich an eine schärfere, knackige Chipsvariante.

In der Salatbar Seidel aus Ludwigsburg hingegen kommen essbare Insekten als Topping auf den Salat-Teller. Inspiriert wurden die Macher von ihrem Nachwuchs: „Nachdem wir uns eine Doku im Fernsehen über Speiseinsekten angeschaut hatten, meinte unsere Tochter das wäre doch ein gesundes Topping für unsere Salatbar.“

Die Krabbeltiere bekommt das Lokal von der Firma Snack-Insects aus Witzeeze (Schleswig-Holstein). Anfang 2013 gegründet, bietet das Unternehmen heute Heuschrecken, Grillen, Mehl- und Buffalowürmer in verschiedenen Portionsgrößen an. Die Insekten werden dabei nach eigenen Angaben schonend gefriergetrocknet und so ohne Konservierungsstoffe oder Zusätze konserviert. Darüber hinaus bietet Snack-Insects mehrmals im Jahr spezielle Insekten-Kochkurse (ab 99,95 Euro) in der Hamburger Innenstadt an. Hier gibt es unter anderem Wissenswertes zum Kochen mit essbaren Insekten und Hintergrundwissen zum Thema Insekten als Nahrungsmittel.

Auch in den Küchen der mexikanischen Restaurantkette Espitas kommen Insekten regelmäßig auf den Teller. Während den „Dias de Insectos“ werden Heuschrecken und Schwarzkäferlarven serviert. Das Espitas bietet von beiden Insektenarten je eine herzhafte und eine süße Variante an.

Ob im Taco mit Rucola oder mit Zucker und Zimt – die Krabbler sind wahre Proteinbomben. Aber: „Einen wirklich besonderen Eigengeschmack haben die Tiere nicht. Die erste Verkostung ist also reine Kopfsache“, sagt Marcel Goldberg, Marketing-Chef des Espitas. Die Zubereitung und die Würze verleihen den Essinsekten letzten Schliff. Einfach mal überwinden, reinbeißen und überraschen lassen.

Das könnte dich auch interessieren

Bisher keine Kommentare

Lass uns einen Kommentar da