PRO & CONTRA

MACHT NICHT SO VIEL MÜLL!

Einstein sagte einst: „Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.“ Beim Umgang mit unserer Erde kann ich ihm nur Recht geben. Eine Banane schälen, um sie dann wieder in Plastik zu verpacken – echt jetzt? Da erfindet die Natur die genialsten Verpackungen und der Mensch schafft es daraus, eine Umweltsünde zu machen. Manche argumentieren auch damit, dass Plastikverpackungen ja so praktisch, schnell und hygienisch seien. Dem ist definitiv nicht so, denn eine Banane habe ich genauso schnell von ihrer Schale befreit wie aus einer eingeschweißten Verpackung. Das Entsorgen des vielen Plastikmülls ist auch alles andere als praktisch und hygienisch kann wohl etwas, das gesundheitsschädliche Stoffe beinhaltet, kaum sein. Neben Plastikverpackungen sollte uns aber auch zu denken geben, wie viel Lebensmittel weggeworfen werden – in Privathaushalten, in Supermärkten aber vor allem auch in der Gastronomie.

Doch zu jedem Trend gibt es auch eine Gegenbewegung und in diesem Fall heißt sie „Zero Waste“. Was übersetzt „null Müll“ heißt, wird von Wikipedia mit „eine nach Nachhaltigkeit strebende Philosophie“ definiert. Eine wunderbare Definition, die eigentlich in unserem täglichen Leben als eine Selbstverständlichkeit verankert sein sollte. Nicht festgelegt hierbei ist das Ausmaß. Es gibt tatsächlich Menschen, die es schaffen den eigens produzierten Müll von drei Jahren auf ein Einmachglas zu reduzieren, das gelingt allerdings wohl nur sehr wenigen (ich frage mich immernoch, wie zum Teufel das gehen soll…). Kleinigkeiten, die aber auch schon viel bewirken, sind zum Beispiel das Beziehen von saisonalen Lebensmitteln,  dass man alles vom Produkt verwertet  (Nose-to-tail/ Leaf-to-root) oder die Verwendung von Strohalmen aus Stroh, Bambus oder Edelstahl statt aus Plastik. Eine tolle Möglichkeit sind auch Plattformen (z.B. foodsharing.de und essensretter.de), bei denen Privatleute, Supermärkte, Bäckereien, Restaurants, Bauern usw. kostenlos Lebensmittel anbieten und abholen können.

Es gibt noch viel mehr Möglichkeiten, einen Beitrag für unsere Umwelt zu leisten und das geht jeden etwas an, denn wir haben nur diese eine Erde. Einige tolle Locations machen vor wie es geht: das „Silo Brighton“ in England, der „Karo Beach“ im Hamburger Stadtteil St. Pauli, das „Isla Coffee Berlin“ oder der Frankfurter Lebensmittel-Lieferdienst „gramm.genau“.

Lasst euch inspirieren und werdet kreativ – es muss ja nicht gleich „Zero Waste“ sein, „Less Waste“ wäre auch schon ein Anfang.

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