PRO & CONTRA

Zero Waste? Zurück auf die Bäume!

Als Mensch keinen Müll produzieren, welch eine wunderbar romantische Idee. Aber das Leben auf dem Planeten Erde ist eben kein Disney-Film, der Figuren schlicht in Gut und Böse unterteilt und stets mit einem Happy-End ausgeht. Diese Welt ist deutlich komplizierter als es scheint.

Natürlich können Menschen – auch in der Gastronomie – auf Plastik verzichten. Es stellt sich nur die Frage, durch was all die Plastikartikel ersetzt werden sollen. Viele rufen: „Durch Papier!“ Doch Papiertüten beispielsweise schneiden von der Ökobilanz her noch schlechter ab als Plastiktüten, denn ihre Herstellung frisst Unmengen an Energie und Wasser. Was nun, Doggy Bag? Keine Anwort!

Beispiel Nummer 2: Mobilität. Aus allen Richtungen hallt die Forderung nach Elektro-Autos, Diesel und Benziner hätten schließlich lange genug die Luft belastet. Doch der Strom für den Elektro-Auto-Antrieb stammt zu über 60 Prozent aus nicht-erneuerbaren Energien. Kohlekraftwerk und Atommeiler lassen grüßen, liebe Zulieferer und Catering-Experten!

Worauf will dieser Kommentar hinaus? Wer Zero Waste konsequent leben möchte – inklusive jeglichem Verzicht auf Flüge mit dem Flugzeug – landet kurz oder lang wieder wie die Affen auf den Bäumen. Denn so lange es Menschen gibt, wird es Müll geben. Wer also Zero Waste fordert, sollte erst einmal bei Half Waste anfangen.

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